Lenas letzte Wochen Weltreise

Während Eric mit Christoph im Süden Thailands unterwegs ist entdecke ich Bangkok ein weiteres Mal. Mein Schwerpunkt sind die Kunstgallerien der Stadt. Das neu eröffnete Art Center Bangkok, Nahe des MBK, beeindruckt mich mit seiner Ausstellung „Siam Smile“. Ansonsten will gesagt sein: wer Kunst in Bangkok sehen will muss sich gut vorbereiten – besser als ich. Die zahlreichen Gallerien sind über die Stadt verteilt und ich verbringe meine Woche mal mehr, mal weniger erfolgreich auf der Suche nach der Kunst.


Kunststück @ BKK Art Center


Siam Smile exhibition Bangkok

Eric kommt zurück und nach ein paar Tagen folgt der wirkliche Abschied. Unsere gemeinsame Weltreise ist vorbei, nach 6,5 Monaten tritt er die Heimreise an, ich bleibe, meine Mama kommt.

Da ich nun doch Großstadtmüde bin fahren wir gleich am nächsten Tag nach ihrer Ankunft nach Koh Chang, mit Bus & Bahn ca. fünf Stunden von Bangkok entfernt. Unser Ziel auf der Insel ist die letzte Backpackerenklave, der Lonely Beach. Im Lonely Planet empfohlen wird uns das „Magic Garden“ Hostel. Die Bambushütten mit angebautem Freiluftbad sehen auf den ersten Blick ganz nett aus. In der ersten Nacht eröffnen sich uns dann zwei Tatsachen:

1. der Lonely Beach ist keineswegs lonely! An den durchdringenden Bässen zu erkennen, denen kein Ohrstöpsel Stand hält.

2. Freiluftbäder verlieren ihren Charme wenn es regnet. An einer durchnässten Mutter zu erkennen, die es sich leider bei strömendem Regen nicht verkneifen konnte.

Wir ziehen also um an den Strand, etwas ab von den zahlreichen Bars des kleinen Örtchens. Dort entdecken wir das Warapura Resort, dessen wunderschöne Häuser noch nicht fertig gestellt sind, dafür aber ihr dazugehöriges Traum-Restaurant. Hier werden wir noch so manchen schönen Abend verbringen.


My hut, my hammock


Sunset @ Long Beach, Koh Chang

Gleich nebenan warten Bambushütten zum günstigen Preis von 350 BHT (ca. 8 Euro), die wir jedoch gleich am nächsten Tag gegen ein gemauertes Häuschen austauschen. Die Sunset Huts liegen nämlich direkt am Strand und bieten, neben freiem Blick aufs Meer, eine kleine feine Holzterrasse. Hier bauen wir uns ein richtiges Relaxplätzchen mit Hängematte und Liegewiese. Die Tage vergehen mit ausgezeichnetem Essen essen, Beachball spielen, im Meer baden, Bücher lesen und Massagen genießen. Zwischendurch mieten wir uns für einen Tag einen Motorroller und fahren die extremen Bergküstenstraßen rauf und runter um zu einem der Wasserfälle zu gelangen. Dort planschen wir wild, wohl wissend, dass wir diese Tour nur einmal machen. Zu gefährlich ist das Rollerfahren auf den steilen Abhängen der Insel. Wir setzen uns zwei Tage später lieber in ein Kanu, allerdings muss auch das wegen starkem Wellengang und einer seekranken Mutter nach einer guten Stunde wieder gelassen werden. Lieber wieder schnell zurück zum Relaxplätzchen!


Dschunglewalk to Klong Plu Waterfall, relaxing afterwards

Wir entdecken an der Treehousebar ein Schild, das auf die andere Seite der Insel einlädt. Dort wurde am Long Beach, an der nahezu unerschlossenen Westküste, das new Treehouse eröffnet. Anhand der zahlreichen Einkäufe der anderen Mitfahrer auf dem Transfer dorthin, erahnen wir wie unerschlossen das Ganze wohl sein muss. Nach einer holprigen ca. vier Stunden Fahrt bestätigt sich dieser Eindruck: keine Geschäfte, kein anderes Hostel oder Resort, kein Internet, kein Handyempfang, nur wenige Stunden Strom. Dafür gibt es: eine wunderschöne Lagune, türkisblaues Meer, entzückende Bambushütten, durch Dschungel abgetrennte Mini-Privatstrände vorm Hüttchen und ein absolut gutes Restaurant mit allen Köstlichkeiten, die man sich wünschen kann. Kein Wunder, dass aus einer geplanten Übernachtungen drei werden. Wir verlassen dieses Paradies auch nur wegen der Unruhen in Bangkok und der Notwendigkeit zu erfahren, ob mein anstehender Rückflug auch fliegt.

Die Zivilisation finden wir auf Koh Samed. Hier verbringen wir auf der nun überfüllten Insel die letzten zwei Nächte. Dann geht es zurück nach Bangkok zur letzten Shoppingtour. Abends noch schnell den letzten Fruitshake geschlürft und schon geht es an den Flughafen.

Ich fliege, komme an und muss nun begreifen: es vorbei, nach ganzen sieben wundervollen, aufregenden, spannenden Monaten!

By Lena

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